Sonntag, 22. Mai 2016

Rezension zu "Versunken" von Cheryl Kaye Tardif



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 20.04.2016
Verlag : Luzifer - Verlag
Seiten . ca. 400
Preis Ebook : 2,99 € (22.05.2016) 
 
Klappentext :

Zwei Fremde, zwei Schicksale, eine Angst.

Kummer und Verlust sind Marcus Taylors tägliche Begleiter geworden. Erst verlor er durch einen tragischen Autounfall seine Frau und seinen Sohn, wenig später durch Depressionen und Tablettensucht auch noch seine vielversprechende Karriere als Rettungssanitäter. Nun arbeitet er als Telefonist in der Notfallzentrale – für ihn der einzige Weg, etwas von seiner Schuld zurückzuzahlen. Bis er einen Anruf bekommt. Von einer Frau, die in ihrem Auto eingeschlossen ist …

Rebecca Kingston sehnt sich nach diesem Wochenendausflug, an dem sie in Ruhe über die drohende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann nachdenken will. Doch als sie ein mysteriöser Lastwagen von der Straße und in einen Fluß abdrängt, findet sie sich eingeklemmt hinter dem Lenkrad ihres Wagens wieder. Weder kann sie sich befreien, noch ihren beiden Kindern auf der Rückbank helfen. Ihr einziger Rettungsanker ist ihr Handy, dessen Batterie zur Neige geht, und die beruhigende Stimme eines Fremden, der ihr verspricht, dass alles gut werden wird …

Zur Autorin :

Cheryl Kaye Tardif ist eine preisgekrönte internationale Bestsellerautorin aus Kanada, die mit Vorliebe verkündet: »Ich verdiene mein Geld damit, Leute umzubringen! Fiktiv natürlich. Ich bin Schriftstellerin.« Am bekanntesten ist sie für ihren spannungsgeladenen, übernatürlichen Thriller »Des Nebels Kinder«, der sich bisher über 60.000 Mal verkaufte und es mehrfach auf die Amazon-Bestsellerliste der besten 100 E-Books (Platz 4 in der Gesamtwertung) schaffte. Booklist nennt sie »einen großen Erfolg in Kanada ... und eine Autorin, die südlich der Grenze ernst genommen werden muss.« Ihre Werke wurden mit Arbeiten von Michael Crichton, James Patterson und J.D. Robb verglichen. 
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "Versunken" hat uns Cheryl Kaye Tardif einen wirklich schönen Thriller beschert, indem viele Wendungen uns oft in die Irre führen. Das Cover hat mir auf anhieb gefallen, obwohl ich eher einer Liebesgeschichte oder einem Erotikroman zugeordnet hätte.

In dem Buch haben wir anfangs zwei Handlungsstränge die sich aber schnell verbinden. Marcus ist Dispatcher beim Notruf und Rebecca kommt mit ihren Kindern in eine lebensbedrohliche Situation. Marcus erhält ihren Notruf und wegen Personalmangel macht er sich auf eigene Faust auf Suche nach ihr. Er verstößt gegen viele Regeln, aber er rettet Rebecca und die Kinder. Aber wer wollte nur das Rebecca stirbt ? Eine Suche nach den Verantwortlichen begint und führt zu einerm überraschenden Ende.

Marcus ist ein ehemaliger Rettungssanitäter der auf Grund von Drogen und Tablettensucht seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Seine Frau und sein Sohn starben vor 6 Jahren bei einem Verkehrsunfall und er gibt sich dafür die Schuld. Er ist ein sehr angagierter Notrufdispatcher, der auch entgegen aller Vorschriften mal selbst tätig wird. Anscheinend ist er auch sehr beliebt bei Kollegen und allen anderen.

Rebecca ist eine alleinerziehende Mutter die gerade in Scheidung lebt. Sie liebt ihre Kinder über alles und möchte gerne ihr bisheriges Leben schnell wie möglich hinter sich lassen.  Vor ihren Kindern ist sie immer stark, aber eigentlich doch sehr verletzlich, auch ist sie zu gutgläubig ihrem Mann gegenüber. Im Verlaufe der Geschichte ist sie teilweise sehr stark was aber eigentlich auch sehr unwahrscheinlich ist in vielen Situationen.

Wesley der Noch-Ehemann ist spielsüchtig und auch gewalttätig Rebecca gegenüber. Zwar hat er einen wohlhabenen Vater, der ihn aber nicht wirklich unterstützt, da er nicht den gleichen Werdegang wie er eingeschlagen hat, der ihn zum Rechtsanwalt gemacht hätte. Andererseits liebt er seine Kinder meiner Meinung nach sehr, obwohl man sich da auch nicht sicher sein kann ob es am Erbe der Kinder liegt, dass sie von ihrem Opa bekommen haben. Er ist so ein typischer Mann den man von Anfang an nicht mag.

Auch alle anderen Charaktere in dem Buch sind hintergründig und sehr gut ausgearbeitet. Sie passen sich wunderbar in die Geschichte ein und ich konnte mir immer ein passendes Gesicht vors Auge projezieren. Viele Charaktere mochte man von Anfang an, andere einfach nicht.

Die Handlungsorte waren wunderbar gewählt und ich konnte mir immer alles sehr gut vorstellen. Die beschriebenen Details waren für mich vollkommen ausreichend, denn ich bin der Meinung manchmal ist weniger mehr. Zu viele Details unterbrechen nur den Lesefluss und nehmen die Spannung aus der Geschichte.

Der Schreibstil ist wirklich sehr entspannend. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und es macht richtig Spass. Die Kapitel sind nicht zu lang und dadurch merkt man garnicht wie schnell die Seiten so dahin fliegen. Auch wurde auf Fremdwörter und schwere Satzkonstelationen verzichtet, was sehr zum leichten lesen beigetragen hat.

Alles in allem kann ich sagen, dass es ein wirklich schöner Thriller ist, der leider zum Ende hin sich ein wenig überschlägt und das Happy End ging mir ein wenig zu schnell. Am Schluß hätte ich mir gerne ein wenig mehr Hintergrund gewünscht zu Familie und Co. Schade den bei Happy End hätte ich gerne mehr erfahren um die Protagonisten.

Amazonlink :

Versunken von Cheryl Kaye Tardif

Bewertung :

Dieser Thriller bekommt von mir spannende 5 von 5 Sterne

 

Dienstag, 17. Mai 2016

Rezension zu "Die Gnome" von Manuel Timm





Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 06.01.2015
Verlag : Aeternica Verlag
Seiten : 276
Preis Print : 10,90 €

Klappentext :

Seit jeher lebt das Volk der Gnome tief unter den Bergen. Ihr Leben besteht aus dem Graben von Tunneln, um ihre unterirdische Welt zu vergrößern und neue Schätze zu entdecken. Der junge Pelwick ist einer von ihnen. Er ist ein Gräber, dazu bestimmt vorhandene Tunnel zu vergrößern und Kammern anzulegen. Doch sein Herz ist unruhig. Viel lieber wäre er einer der Entdecker, welche in unbekannte Abschnitte vordringen und als Einzige die Möglichkeit haben Abenteuer zu erleben. Als eines Tages eine seltsame Kammer entdeckt wird, nutzt Pelwick die Gelegenheit, auf eigene Faust diesen fremdartigen Raum zu erkunden. Dabei ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich selbst und das Volk der Gnome bringt

Zum Autor :

Manuel Timm wurde 1971 in Uetersen geboren. In den 1990er Jahren hatte er erste Veröffentlichungen in einer speziellen Rubrik innerhalb einer Heft-Romanserie. Es folgten einige Verlagsveröffentlichung. Mit "Die Federn des Windes" schuf er seine erste Serie. Heute lebt Manuel Timm mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe seiner Geburtsstadt.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Fantasy-Buch "Die Gnome" hat uns Manuel Timm eine wirklich tolle Geschichtge beschert. Das Cover hat einfach was interessantes. Der Tunnel und die an die Wand gelehnte Axt hat mich schon neugierig gemacht. Und der Klappentext macht einen auch direkt neugierig auf das Buch.

In dem Buch bewegen wir uns mit dem Volk der Gnomen die ein friedfertiges Leben bis dahin führen, eines Tages wird eine Kammer entdeckt die das Verderben über die Gnome bringt. Sie treffen auf das Volk der Zwerge und haben den Eindruck das sie ihnen wohlgesonnen sind. Dieses ist nicht so und so kommt es das eine kleine Gruppe Überlebender auf der Flucht vor den Zwergen ist. Während der Flucht kommt es zu einigen Abenteuern und viele nicht zu erwartenden Wendungen.

Pelwick ist ein junger Gnom der es gerne weiterbringen will. Zu Begin kommt er mir noch sehr zurückhaltend vor und auch ein wenig ängstlich. Da er es aber Peya auch irgendwie beweisen will erforscht er auf eigene Faust eine unbekannte Höhle und tritt damit alles los. Im Laufe der Geschichte erweist sich Pelwick aber als würdiger Anführer der kleinen Gruppe zum Leid anderer Gnome. Auch wird er mutiger und setzt sich für die Gruppe ein.

Grimmbart ist der Clanfürst der Tiefenfelszwerge. Er ist anfangs sehr zurückhaltend und macht gute Miene zum bösen Spiel, aber das täuscht. Er ist hinterhältig und hat auch nur sein Nutzen vor Augen. Er will die Gnome zu seinen Sklaven machen, aber dieses missglückt ihm und im Blutrausch werden fasst alle Gnome getötet. Als die letzten noch fliehen können ist sein Ego gekränkt und er verbeißt sich in dem Gedanken die Gnome auszurotten. Er ist ein herrschsüchtiger und verborter Zwerg der nur an sich denkt und dafür alle ins Verderben reißt.

Bok ist der Vetter von Grimmbart und scheint noch ein wenig Verstand zu haben. Er ist nicht so verbohrt wie Grimmbart und sieht die Sachen ein wenig lockerer und mit mehr Vernunft. Leider kann er sich nicht gegen Grimmbart durchsetzen.

Auch die vielen anderen Charaktere im Buch sind sehr detailreich und mit Liebe ausgearbeitet. Sie passen alle in die Geschichte und ich muss sagen, das sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich hatte immer ein pasendes Bild vor meinen Augen und habe mich gerne mit den Gnomen und Zwergen durch diese Geschichte bewegt.

Die Handlungsorte sind für mich ausreichend beschrieben worden, ich konnte mir immer ein für mich passendes Bild vor Augen erstellen. Die Beschreibungen sind so ausgeführt das es genug Platz für die eigene Fantasie gibt. Zu stark beschriebene Orte die den Lesefluss stören mag ich nicht und hier war genau das Maß was für mich reicht vorhanden.

Der Schreibstil ist sehr schön. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, auch wenn ich manche Sätze mehrmals lesen musste, weil ein Wort zuviel vorhanden war oder auch ein meiner Meinung nach falsches stand. Dieses war aber sehr selten. Die Kapitellänge war eher lang, aber dadurch das die Kapitel nochmals unterteilt sind, kommt einem das nicht so vor.

Alles in allem ist dieser Fantasieroman etwas für alle die eine abgeschlossene Geschichte lesen wollen. Dieses Buch ist dem Autor wirklich gut gelungen und es fesselt einen durchgehend.

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Die Gnome von Manuel Timm

Bewertung :

Diese Fantsy-Geschichte erhält von mir 5 von 5 Sterne

 

Sonntag, 15. Mai 2016

Rezension zu "Aschamdon" von Valerian Çaithoque




Buchdaten :

Erscheinungsdatum :01.01.2012
Verlag : Amizaras Ed.
Seiten : 720
Preis Print : 24,90 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

Rafaela jagt dem Geheimnis des ewigen Lebens nach. Atila glaubt, den Schlüssel für grenzenlosen Reichtum und Ruhm in den Händen zu halten. Sie folgen einer rätselhaften Spur, die sie durch die Epochen der Menschheitsgeschichte führt. Doch bevor sie das mehr als 40.000 Jahre alte Geheimnis lüften können, geraten sie zwischen die Fronten eines Krieges, den die übermenschlichen Ariach seit Äonen austragen.

Zum Autor :

Valerian Çaithoque ist ein Pseudonym und der Autor gibt leider keine persönliche Daten von sich preis und möchte anonym bleiben.

Rezension :

Mit dem Buch "Aschamdon" ist Valerian Caithoque ein sehr gelungener 1. Teil zu einer Fantasytriologie gelungen. Ich bin auf dieses Buch bei einer Buchmesse aufmerksam geworden. Nicht nur der Klappentext, nein auch die gesamte Aufmachung des Buches hat mir sofort gefallen. Dann wurde mir noch genau erklärt wie das Buch entstanden ist und auf was alles geachtet wurde und da ist dann der Entschluß zum Kauf gefallen.

In dem Buch haben wir zwei Handlungsstränge die sich aber nicht in diesem Buch verbinden. Das ausgewöhnliche ist auch das zwischen den Handlungssträngen Jahrzehnte liegen. Widerum haben wir aber auch in beiden Handlungssträngen gleiche Protagonisten, was die Geschichte wiederum sehr interessant macht.

Rafaela ist eine junge Frau, die schon als Kind Dinge sehen kann die sonst kaum einer sieht. Sie geht einen Pakt mit Aschamdon ein und wird dafür von ihm ausgenutzt. Anscheinend ist sie aber sehr klug und auch sehr schlau. Sie meistert viele Aufgaben die sie von Aschamdon gestellt bekommt. Leider ist sie durch ihre Familie sehr erpressbar, was auch oft ausgenutzt wird.

Atila ist ein Kunsthändler, der durch eine Fehlinvestition in eine Falle gelockt wurde. Er ist immer nur auf seine Vorteile aus und versucht dauernd seine  Nutzen aus allem zu ziehen. Man merkt das ihm seine Schulden sehr zu schaffen machen und er versucht alles diese abzuzahlen, auch wenn es heißt neue Freunde vor den Kopf zu stoßen.

Aschamdon ist ein Ariach, ein höheres Wesen das anscheinend ewig leben kann. Auch besitzt er verschiedene Kräfte die ihn beschützen. Er ist ein sehr guter Kämpfer aber leider auch sehr sprunghaft in seiner Laune. Unter Stress tötet er auch schonmal jemanden den er nicht hätte töten müssen. Man merkt ihm an das er denkt er ist unangreifbar und unfehlbar.

Auch alle anderen Charaktere, von denen es noch viele gibt, passen sehr gut in die Geschichte. Sie sind alle sehr tiefgründig und sehr gut ausgearbeitet. Ich hatte bei keinem Protagonisten das Gefühl das er  nur als Lückenfüller herhalten musste. Alle haben einen Hintergrund und ihre Ecken und Kanten.

Auch die vielen Handlungsorte sind ausreichend beschrieben und man hat immer einen passendes Bild vor Augen. Ich fand es gut das die Handlungsorte nicht zu genau beschrieben wurden, so blieb noch viel Platz für die Fantasie, des Weiteren bin ich der Meinung das zu ausschweifende Beschreibungen einer Story schaden.

Der Schreibstil ist schon etwas anspruchsvoll, aber das Buch lässt sich trotzdem schön lesen. Durch die vielen Illustrationen und die Gestaltung der Seiten hat man aber leider manchmal ein paar Schwierigkeit beim lesen, was meiner Meinung aber nicht weiter ins Gewicht fällt da die Geschichte einen dermaßen fesselt. Die Kapitel sind in genau der richtigen Länge, aber für mal zwischendurch ist das Buch nichts, man muss sich schon etwas Zeit nehmen bei diesem Buch um gleich mehrere Kapitel zu lesen, da man immer im Wechsel die Handlungsstränge liest und sonst nicht wieder reinkommt in die Geschichte.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen, der gerne mal eine Fantasy-Geschichte der anderen Art lesen möchte. Ich werde auch noch die beiden anderen Teile dieser Triologie lesen.

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Aschamdon von Valerian Caithoque

Bewertung :

Von mir bekommt dieser Fantasy-Roman absolut fantastische 5 von 5 Sterne

 

Rezension zu "Ausradiert" von Martin S. Burkhardt




Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 01.03.2016
Verlag : Luzifer-Verlag
Seiten : 320
Preis Print : 12,99 €

Klappentext :

Wie fühlt sich jemand, der auf einen Schlag für die gesamte Welt unbekannt geworden ist, an den sich weder die eigene Freundin noch die Kollegen erinnern?

Genau das passiert Moritz.
 
Als er kurz darauf von nebulösen Erscheinungen angegriffen und beinahe getötet wird, ist das erst der Anfang eines schrecklichen Albtraumes.

Über den Autor :

Martin S. Burkhardt, Jahrgang 1970, hat eine grundsolide kaufmännische Ausbildung absolviert, Pressearbeit für verschiedene Theater gemacht und als freier Redakteur gearbeitet. 2002 gründete er die Musicalzeitschrift »Blickpunkt Musical«, kurze Zeit später die »Akademie Modernes Schreiben«, deren Geschäftsführer er ist.
2007 war er unter den Finalisten beim »rotfuchs Schreibwettbewerb«. Seitdem gilt seine große Leidenschaft der Gänsehaut anderer Leute und dem Verfassen unheimlich gruseliger Geschichten. 
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "Ausradiert" hat uns Martin S. Burkhardt eine richtig geniale Mischung aus Thriller und Fantasy mit einem Hauch von Horror beschert, Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, es ist ziemlich dunkel gehalten, fällt aber irgendwie aus dem Rahmen und auch der Klappentext verrät nicht zu viel, macht einen aber neugierig.

In dem Buch bewegen wir uns anfangs mit Moritz, den anscheinend niemand mehr kennt, weder auf der Arbeit noch sonst wer aus seinem alten Bekanntenkreis kennt ihn. Dieses Schicksal teilt er aber mit anderen so ergibt es sich das er sich mit Carsten, Birte, Tobias und später auch Isabella auf die Suche nach den Akten ihrer Leben macht. Es kommt zum großen Showdown auf Island mit vielen Überraschungen.

Moritz ist ein Kameramann der sein Auskommen hat, sein Leben verläuft in gesunden Bahnen, er hat eine Freundin und Spass am Leben und Job. Im Verlaufe der Geschichte aber ändert er sich und wird abgeklärter, mitunter entwickelt er auch eine Art Verruchtheit. Auch verliebt er sich in Birte, die ihn aber auch ganz schön den Kopf verdreht. Er ist mir sympathisch und ich mochte ihn von Anfang an.

Birte ist eine Leidensgenossin von Moritz, da auch sie das gleiche Schicksal ereilt hat wie ihn. Nur ihr können die Hüter der Akten nichts anhaben. Sie ist ziemlich abgeklärt und auch sehr mutig. Mit ihren Reizen spielt sie sehr gerne und durch ihre Fähigkeiten weiß sie genau wie sie Moritz verrückt machen kann.

Carsten war früher einmal Mitarbeiter einer Bank und teilt wie sollte es auch anders sein das gleiche Schicksal wie Moritz und Birte. Er ist der Haudegen in dieser Gruppe und nimmt auch kein Blatt vor den Mund. Sein Mut ist seine Waffe, genauso wie seine große MagLite seine Waffe gegen die Hüter ist. Ich mochte ihn sehr und war richtig traurig wo er sich für die Gruppe geopfert hat, aber das ist ja leider meistens so das der Haudegen alle durch seinen Freitod rettet.

Es gab noch viele weitere Charaktere die sich alle super in das Buch passen. Sei es Tobias (Moritz neuer Nachbar) oder auch Dr. Steiner aus dessen Fängen Birte befreit wurde. Die Personen passten und auch Beschreibungen. Ich hatte imer ein passendes Bild vor Augen.

Die Handlungsorte waren alle sehr gut gewählt, vorallem Hamburg fand ich gut beschrieben, da ich mich nun viel beruflich in Hamburg aufhalte konnte ich mich gut zurecht finden. Auch bei allen anderen Orten hatte ich immer ein passendes Bild vor Augen und fand mich schnell zurecht.

Der Schreibstil von Martin S. Burkhardt ist einfach nur toll. Das Buch liest sich richtig angenehm, was auch den kurzen Kapiteln geschuldet ist, wodurch mal eine kleine Pause möglich ist, aber auch wenn man vorblättert sich sagt "ach das eine Kapitel geht noch" etc und schwups ist man mit dem Buch durch. Auch fand ich das kaum Fremdworte oder ähnliches genutzt wurde, wodurch natürlich der Lesefluss nicht unterbrochen wurde. Positiv empfand ich auch das die Beschreibungen im Buch nicht ausuferten und dadurch der Lesespass nicht verdorben wurde, denn ich bin der Meinung das zu genaue Beschreibungen von Orten oder Personen den Lesespass trüben und ein Buch langweilig machen, davon mal abgesehen das die Spannung dann auch leidet. Der Autor hat es auch wunderbar verstanden ein Mix aus Thriller und Fantasy mit einem Hauch von Horror perfekt zu kombinieren und dann spielt die Geschichte auch noch in der heutigen Zeit, was mir noch zusätztlich sehr gefiel.

Alles in allem kann ich dieses Buch nur allen ans Herz legen, die mal gerne einen Mix aus Thrill und Fantasy mit einer Spur Horror, was mal in der heutigen Zeit spielt, lesen wollen. Ich bin vom dem Buch einfach nur begeistert und werde bestimmt noch andere Bücher dieses Autors lesen.

Amazonlink :

Ausradiert von Martin S. Burkhardt

Bewertung :

Von mir bekommt dieses Buch fantastische 5 von 5 Sternen

 

Freitag, 13. Mai 2016

Rezension zu "Moselruh" von Moni und Simon Reinsch




Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 07.07.2015
Verlag :  KBV
Seiten : 298
Preis Print : 9,95 €

Klappentext :

Ein Mord gerät in Vergessenheit

Ein Toter im Demenzaltersheim am Moselufer ist an sich nichts Ungewöhnliches. Da es sich aber um den jungen Altenpfleger Daniel handelt, muss das Ermittlerteam rund um die Trierer Hauptkommissarin Vanessa Müller-Laskowski tätig werden. Die Polizei steht vor einem Problem: Alle waren dabei - aber niemand kann sich erinnern.

Erschwerend kommt hinzu, dass einer der Bewohner, Alwis Schlöder, seit dem Todesfall unauffindbar ist. Sein Irrweg hat ihn offenbar ins benachbarte Luxemburg geführt, und er bleibt verschwunden. Verschiedene Spuren führen unter anderem zum Ex-Freund des homosexuellen Verstorbenen und zu einem polnischen Boxer, der immer wieder im Heim gesehen wurde.

Die Zeit drängt, denn der Mord muss schnell aufgeklärt werden, bevor alle Erinnerungen für ewig gelöscht sind.

Zu den Autoren :

2010 haben Moni (damals 41) und Sohn Simon (damals 16!) einen Traum verwirklicht und einen gemeinsamen Krimi begonnen. Gemeinsam arbeiten wir an weiteren Krimis, da es eine ganze Serie rund um Vanessa Müller-Laskowski werden soll. Simon studiert Medieninformatik, Moni hat kürzlich ihr Psychologie-Studium abgeschlossen. Moni Reinsch ist auch Mitglied von TAT - Trierer Autoren Treff.

Rezension :

Mit dem Krimi "Moselruh" haben uns die Autoren Moni und Simon Reinsch ein Buch beschert, das einen auch zum nachdenken bringt. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es wunderbar zur Geschichte des Buches passt.

In dem Buch ermitteln wir mit Hauptkommissarin Vanessa Müller-Laskowski und ihrem Team in einem Mordfall im Altenpflegeheim Moselruh. Es gibt zwar viele Zeugen, aber was die Ermittler glauben können weiß man nicht, denn das Pflegeheim ist auf Demenzkranke spezialisiert und was ist dann die Wahrheit und was ist Fiktion ? Auch ist ein weiterer Strang eingebaut, indem man einen Einblick in das Leben und die Denkweise/Gefühle/Erinnerungen eines demenzkranken Menschen bekommt. Auch ist das Ende sehr überraschend. Es gibt viele Verdächtige sowohl Heimbewohner als auch Außenstehende und ich muss sagen ich war überrascht.

Vanessa Müller-Laskowski ist Hauptkommissarin und kommt mir sehr kompetent vor, auch im Umgang mit den Heimbewohnern ist sie sehr rücksichtsvoll und nimmt sich Zeit, obwohl sie keine haben. Ich fand sie sehr sympathisch und sie passte absolut in die Geschichte rein.

Alois unser Ausreißer aus dem Heim, habe ich von der ersten Seite an gemocht. Mit viel Glück hat er es geschafft sich vom Heim weit zu entfernen und das ohne groß aufzufallen. Dann schleicht er sich auch noch in das Herz von Josette, die es nicht mal bemerkte das er demenz ist. Nur durch Zufall wird er ins Heim zurück gebracht. Er ist nicht weiter aufgefallen im Alltag. Gerade bei dieser Person gefielen mir die Gedankengänge und man konnte sich ein wenig in das Denken von demenzkranken hineinversetzen. Alois ist eine sehr gelungene Person in diesem Roman.

Barski ist Pole und mit allen Klischees behaftet. Er trainiert viel und macht auch Kämpfe und er ist immer der erste in den Zimmern wenn Bewohner gestorben sind und danach fehlen alle wertvollen Gegenstände. Geschützt wird er durch seine Tante die als Pflegekraft im Heim arbeitet.

Von Beutz ist ein aufbrausender Mensch und will seine Mutter hintergehen um die Brauerei zu verkaufen. Natürlich schreckt auch er da nicht vor Betrug zurück nur wird das festgestellt und es kommt nicht zum Verkauf.
Er schafft auch heimlich Geld nach Luxemburg.

Auch alle anderen Charaktere in diesem Buch fügen sich wunderbar in diese tolle Geschichte ein. Ich hatte immer ein Bild vor Augen und es machte Spass sich mit den Charakteren sich zu bewegen.

Die Handlungsorte waren für mich ausreichend beschrieben und ich konnte mir immer ein passendes Bild machen. Ich mag es sowieso nicht wenn jedes Staubkorn beschrieben wird, dann leidet nämlich die Geschichte meiner Meinung nach.

Der Schreibstil der beiden Autoren ist einfach nur wunderbar, das muss hier mal gesagt werden. Er ist nicht kompliziert geschrieben und es werden auch keine Fachbegriffe genutzt weder von polizeilicher noch von medizinischer Seite. Erklärungen sind alle sehr kurz, bündig und auch verständlich geschrieben. Dadurch fliegt man nur so durch das Buch und merkt garnicht wie man sich dem Ende nähert. Auch die Kapitel selbst fand ich gut unterteilt. Wir haben 4 Tage an denen etwas passiert und auch diese sind wiederum unterteilt, so das man auch mal eine Pause machen könnte. Auch gefällt mir das die Gedankengänge von Alois, dem zweiten Handlungsstrang, kursiv dagestellt wurden und man so eine eindeutige Unterscheidung hat.

Ich kann diesen Krimi von Moni und Simon Reinsch nur jedem empfehlen, der nicht nur Aktion braucht, sondern auch mal was was zum nachdenken anstößt.

Amazonlink :

Moselruh von Moni und Simon Reinsch

Bewertung :

Von mir erhält dieser Krimi fantastische 5 von 5 Sternen