Montag, 26. September 2016

Rezension zu "Birk" von Jaap Robben



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 31.08.2016
Verlag : ars vivendi verlag GmbH & Co. KG
Seiten : 247
Preis Print : 20,00 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

Auf einer abgelegenen Nordseeinsel lebt der neunjährige Mikael mit seinen Eltern. Eines Tages bricht das Schicksal in diese Abgeschiedenheit ein: Birk, der Vater, ertrinkt unter tragischen Umständen im Meer - bei dem Felsen, von dem Mikael eigentlich "nie-nie-nie, schau mich an" runterspringen darf. Mikael kehrt nach Hause zurück und verschweigt seiner Mutter, was genau passiert ist. Verschweigt, dass Birk in den Fluten verschwand. Behauptet, der Vater sei einfach weggeschwommen. Die Mutter setzt eine großangelegte Suchaktion in Gang, doch Birk bleibt unauffindbar. Mikael, geplagt von Schuldgefühlen, zieht sich immer weiter in seine eigene Welt zurück. Und seine Mutter beginnt langsam, aber unaufhaltsam, psychische Gewalt auszuüben. Sucht sie in ihrem Sohn einen Ersatz für den verlorenen Ehemann? Will sie Mikael für den Verlust bestrafen? Existenzielle Fragen, die in einen dramatischen Schluss münden ...

Zum Autor :

Robben wollte eigentlich Afrikaner und Archäologe werden, schloss jedoch erst einmal seine Studien im Fach Umweltmanagement ab. Danach ging er an die Akademie des Koningstheater in S´Hertogenbosch. Von 2008 an war er zwei Jahre lang der Stadtschreiber (Stadsdichter) von Nimwegen.
Seit 2004 hat Robben mehrere seiner Bücher veröffentlicht, die zum Teil preisgekrönt wurden. Neben seinen Gedichten, Bilderbüchern und Romanen schrieb er Texte für Theater. Er gab Gastvorlesungen und verantwortete workshops für Kreatives Schreiben.
(Quelle Wikipedia)

Rezension :

Mit dem Buch "Birk" hat uns Jaap Robben ein Buch beschert, das mal was anderes ist. Das Cover zeigt eine Möwe und ein Name sticht ins Auge ansonsten ist das Cover in weiß gehalten.

In dem Buch begleiten wir Mikael dessen Mutter den anscheinenden Tod ihres Mannes nicht wirklich überwindet. Sie sieht in Mikael immer mehr einen Ersatz für ihren Mann.

Mikael ist anfangs ein 9jähriger Junge der seinen Vater verliert. Er zieht sich immer mehr in seine eigene Welt zurück, es bleibt ihm aber auch nichts anderes übrig auf dieser einsamen Insel. Mit der Zeit wird natürlich Mikael älter und er wird vom äußeren seinem Vater ähnlich. Auf der Insel wird er von seiner Mutter absolut isoliert und ihm wird immer ein schlechtes Gewissen von ihr eingeredet.

Dora die Mutter von Mikael ist für mich psychisch krank, was sich nach dem Tod des Vaters sich wirklich schwer zeigt. Sie verkraftet den Tod ihres Mannes absolut nicht. Mit der Zeit stellt sie sich auch vor das Mikael eigentlich Birk (ihr toter Ehemann) ist und will ihn zum Ersatz machen. Es geht sogar soweit das sie Mikaels Sachen verbrennt und ihn zwingen will Birks Sachen anzuziehen.

Karl der dritte und letzte Bewohner der Insel ist immer ein guter Nachbar gewesen, er wird aber auch zu einer Art Ersatzvater und will sich an Dora ranmachen, aber das weiß Mikael zu verhindern.

Ansonsten gibt es nur wenige weitere Charaktere, die aber nicht weiter in die Geschichte eingreifen und daher auch genug beschrieben worden sind. Ich konnte mir die Personen immer gut vorstellen.

Die Handlungsorte, von denen ja nicht viele vorhanden sind, waren ausreichend beschrieben worden und ich hatte immer ein passendes Bild vor Augen.

Der Schreibstil des Autors ist schön flüssig und es macht richtig Spass das Buch zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist alles sehr bildlich beschrieben und man kann sich alles wunderbar vorstellen.

Dieser Roman ist etwas für alle die mal was anderes lesen wollen als die üblichen Krimis Thriller etc. In dem Buch geht es meiner Meinung nach um die Bewältigung des Todes eines geliebten Menschen.

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Birk von Jaap Robben

Bewertung : 

Dieser Roman bekommt von mir 4 von 5 Sternen

Sonntag, 25. September 2016

Rezension zu "Der Rache süßer Atem" von Christine Eichel



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 19.09.2016
Verlag : Rütten & Loening
Seiten : 320
Preis Print : 16,99 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

Immer wieder hat Maria auf die große Liebe gehofft, auf den Mann fürs Leben und das lang ersehnte Kind. Stattdessen erlebte sie Rücksichtslosigkeit, Lüge, Betrug. Als auch Tom sie hintergeht, ihre letzte Hoffnung auf glückliche Zweisamkeit, bricht Maria aus der Opferrolle aus. Schluss mit der Demut! Erbittert rechnet sie ab und nimmt blutige Rache. Ganz oben auf ihrer Liste steht Johannes, der ihre intimsten Geheimnisse preisgegeben hat. Ihm folgen sechs weitere Kandidaten, denen sie Verletzung und Verrat heimzahlen will. Doch dann heftet sich Hauptkommissar Tesoro an ihre Fersen, und ein gefährliches Spiel beginnt.

Zur Autorin :

Christine Eichel studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft und wurde mit einer Arbeit über Theodor W. Adorno promoviert. Sie war Fernsehregisseurin, Gastprofessorin der UdK Berlin und leitete die Kulturressorts der Magazine Cicero und Focus. Sie lebt als Autorin, Moderatorin und Publizistin in Berlin, hat zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht und legt hier den Spannungsroman der Saison vor.

Rezension :

Mit dem Roman "Der Rache süßer Atem" hat uns Christine Eichel eine wirklich wunderbare Geschichte um die Rache einer Frau an ihren Verflossenen beschert. Das Cover hat mir direkt ins Auge gestochen und mich neugierig auf das Buch gemacht.

In dem Roman begleiten wir Maria die sich an ihren Exfreunden der letzten 10 Jahre rächt. Durch die beachtliche Waffensammlung von ihrem Vater kann sie für jede Rache eine andere Waffe einsetzen. Aber wird das reichen um sich die Polizei vom Hals zu halten ?? Und wer ist dieser Tesoro wirklich ???

Maria ist eine 39 jährige Frau, die zwar studiert hat, aber trotzdem immer einen Fehlgriff in Sachen Männer hinlegt. Sie scheint anfangs sehr zurückhaltend und das sie den Männern Freiraum lassen will, aber dieses ist anscheinend die falsche Verhaltensweise. Nachdem ihr letzter Freund auch sie scheinheilig abserviert und dann plötzlich eine andere heiraten will, sieht sie rot. Sie ändert sich um 180 Grad und beschließt sich an den Männern ihrer letzten 10 Jahre zu rächen. Anfangs plant sie ihre Rache noch sehr ausführlich, aber dann wird aus der Qualität leider Quantität. Auch wenn sie Selbstjustiz übt, war mir Maria trotzdem sympathisch, ich hatte sogar Verständnis für sie.

Kommissar Tesoro (oder auch nicht) kam mir wie ein Gigolo rüber und wie so terffend von der Autorin beschrieben passt er nicht zur Polizei. Er war meiner Meinung nach erfolgreicher als die Polizei in seinen Ermittlungen. Irgendwie schaffte er es immer Maria unter Druck zu setzen und sie zu verunsichern. Nur waren bei ihm auch andere Gefühle im Spiel und das sahen sogar die Aussenstehenden wie Henry zum Beispiel. Mir war er anfangs zu eingebildet und ich mochte ihn nicht, doch ganz zum Schluß hat auch er bei mir ein paar Sympathiepunkte gesammelt.

Es gab noch viele andere Personen, von denen ich mir persönlich aber gerne etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, aber ich muss auch sagen das so wie es war ausreichend war für die Geschichte. Ich erfahre nur gerne etwas mehr über die Personen, vorallem hätte ich das bei den Personen von Marias Rache erwartet und aus dem näheren Umfeld.

Die Handlungsorte fand ich sehr gut beschrieben, man konnte immernoch ein wenig die Fantasie schweifen lassen, denn es war nicht alles kaputt beschrieben. Ich hatte hier immer ein passendes Bild vor Augen.

Der Schreibstil von Christine Eichel ist einfach nur wundervoll. Das Buch liest sich sehr schön und auch absolut flüssig, man mag das Buch garnicht aus der Hand legen, was auch zur Folge hat das die Seiten nur so dahin fliegen. Die Autorin hat es geschafft die Spannung stetig zu steigern und sie schaffte es sogar bei mir das ich mit Maria sympathisierte.

Ich kann diesen Roman wirklich allen empfehlen die auch mal etwas lesen wollen, wo auch mal die weibliche Person die Rolle des Bösen übernimmt.

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Der Rache süßer Atem con Christine Eichel

Bewertung :

Von mir erhält dieser Roman spannende 5 von 5 Sternen.

 

Sonntag, 18. September 2016

Rezension zu "Triptychon" von Thomas Beckstedt



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 18.07.2016
Verlag :  Braumüller Verlag
Seiten : 560
Preis Print : 23,00 € (gebundene Ausgabe)

Klappentext :

In einem multinationalen Konzern wird ein unschuldiger Mann zur Schachfigur in einem mörderischen Spiel um Macht, Geld und Kontrolle. Er erlebt die Hölle auf Erden.
John Gallagher, Informatiker aus London, steht massiv unter Druck. Er arbeitet für einen mächtigen Konzern, der in Südafrika ein neues Rechenzentrum eröffnen will. Aber John ahnt nicht, dass er in Wahrheit einem verbrecherischen Plan dient. Sein Alltag wird zum Albtraum, er kann kaum noch schlafen, der berufliche Stress erdrückt ihn. Wieder und wieder stößt er an seine physischen und psychischen Grenzen. Er will dem Wahnsinn entrinnen und schlittert in eine Affäre mit unabsehbaren Folgen. Er gerät zwischen die Fronten eines Konflikts, der mit einer für ihn unvorstellbaren Grausamkeit hinter den Kulissen tobt. Er wird zum Gejagten, doch die wahren Zusammenhänge erkennt er sehr spät. Das Sterben nimmt kein Ende, die Spirale der Gewalt eskaliert. Thomas Beckstedt hat einen mitreißenden Thriller über die Abgründe der Menschen und die Schattenseiten des modernen Wirtschaftssystems geschrieben, über den Einbruch von Gewalt und Tod in eine scheinbar normale Welt, über das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Fremdbestimmung durch Mächte, die sich immer wieder entziehen.

Zum Autor :

Thomas Beckstedt lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Wien. Der promovierte Philosoph und diplomierte Datentechniker arbeitete 20 Jahre in der IT-Branche. Nachdem seine Leidenschaft schon immer der Literatur galt, widmet er sich nun ausschließlich dem Schreiben.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Roman "Triptychon" hat uns Thomas Beckstedt einen absolut spannenden und nervenaufreibenden Thriller beschert. Das Cover das sehr dunkel gehalten ist wirkt auf mich schon etwas mystisch und unheimlich, ich kann nichts wirkliches reininterpretieren, was mich widerum sehr neugierig macht.

In dem Buch begleiten wir John und Louise die von einem Pharmakonzern gejagt werden und von der CIA gesucht werden. Die Jagd geht durch ganz Europa und egal wo sie waren, es bleiben immer Leichen zurück für die sie nichts können.
Kann der große Pharmakonzern, der zu nicht ganz legalen Mitteln greift, besiegt werden ?....

John unser Hauptprotagonist möchte ich mal sagen ist eigentlich als IT-Experte bei dem Pharmakonzern WPI angestellt und soll ein neues Rechenzentrum in Südafrika miterrichten. Seine Assistentin Amy ist eigentlich eine CIA-Agentin und wird entlarvt durch ein Leck bei der CIA. Natürlich liegt dann der Verdacht nahe das John mit ihr unter einer Decke steckt und die WPI will John fertig machen. Anfangs ist er immer am falschen Ort zur falschen Zeit und kommt so in starke Schwierigkeiten. Er entwickelt sich aber während der Geschichte immer weiter und wird auch immer abgebrühter. Neben seinem Job interessiert er sich sehr für Kunst was für ihn ein Ausgleich zum Job ist. Während der Geschichte wird er immer von einer inneren Stimme geplagt, die ihn an den Rand des Wahnsinns treibt.

Louise ist die beste Freundin von Amy und wird von John kontaktiert nach dem bestialischen Tod von Amy. Sie versucht mit John den Hinweisen von Amy nachzugehen und gerät dadurch mit John in einige brenzlige Situationen. Eigentlich hat sie Philosophie studiert, arbeit aber nun als Schriftstellerin. Auch sie entwickelt sich immer mehr in der Geschichte, ich will mal sagen vom Mauerblümchen zum kalten Engel. Sie stumpft meiner Meinung nach immer mehr ab. Aber zum Schluß der Geschichte ist sie für John widerum eine große Hilfe und sie unterstützt ihn wo sie nur kann.

Frank ist einer der CIA-Agenten, dem aber am schlimmsten mitgespielt wird. Er leitet die Operation zum auffinden von John und Louise und hängt leider dem WPI immer einen Schritt hinterher, was dadurch kommt das es ein Leck beim CIA gibt. Diese Operation kostet ihm zu guterletzt seinen Job, er ermittelt mit Hilfe eines Freundes auf eigene Faust weiter und wird zum Racheengel.

Auch alle weiteren Charaktere in diesem Thriller passen sich wunderbar in die Geschichte ein. Der Autor hat sich die Mühe gemacht und allen ausreichend Tiefe gegeben, was man ja eher selten hat. Ich konnte mich immer sehr gut in die Gefühlswelt desjenigen reinversetzen. Zu dem hat es auch der Autor durch seine tollen Beschreibungen geschafft das ich immer ein passendes Bild vor meine Augen projizieren konnte.

Auch bei den Handlungsorten muss ich sagen das der Autor immer genug Details eingebracht hatte, so das man sich auch den Ort vorstellen konnte. Ein wenig Platz für eigene Interpretaionen war immer gegeben, aber auch als nicht Ortskundiger hatte man immer ein passendes Bild vor Augen.

Der Schreibstil von Thomas Beckstedt ist einfach nur toll. Er schreibt wirklich sehr bildlich, man könnte schon sagen plastisch, so das sich das Buch einfach nur wunderbar lesen lässt. Das Buch liest sich durch die nicht zu langen Kapitel sehr zügig und auch flüssig. Auch wurden innere Stimmen, Gedanken etc mit der Kursivschrift vom restlichen Text abgehoben, was es mir zumindestens das Lesen um einiges erleichterte. DesWeiteren hat auch Thomas Beckstedt auf komplizierte Sätze und Fremdwörter verzichtet wo es nur ging. Was ich toll fand waren die kurzen Zitate zu begin eines jeden Kapitels.

Ich kann diesen Thriller allen empfehlne die mal was anderes als immer nur das normale lesen wollen. Von mir gibt es eine absolute Lesempfehlung.

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Triptychon von Thomas Beckstedt

Bewertung :

Von mit bekommt dieser Thriller nervenaufreibende 
5 von 5 Sternen
 

Sonntag, 11. September 2016

Rezension zu "Perfect Ways" von Stefan Wollschläger



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 10.05.2015
Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten : 176
Preis Print : 4,99 €

Klappentext :

Thomas und Nayeli wollen sich von ihrem letzten Abenteuer erholen. Ein Freund bietet ihnen an, das Wochenende in seiner Villa im Tessin zu verbringen. Doch schon die Hinfahrt wird zur erneuten Bewährungsprobe. Plötzlich haben es der Firmenchef und seine mexikanische Freundin mit skrupellosen Killern zu tun und sie müssen alles geben, um ihrem Freund aus der Patsche zu helfen. Sie müssen mit Mafiosi verhandeln und gut gehütete Geheimnisse lüften, um Klarheit in dieses Verwirrspiel zu bringen. Ist am Ende doch alles viel einfacher, als es am Anfang schien?

Zum Autor : 

Stefan Wollschläger ist in Berlin geboren und hat evangelische Theologie studiert, was ihn auch nach Freiburg und Münster führte. Zur Zeit lebt er in Osnabrück, von wo er immer wieder zur Nordsee fährt, um die Küste und die ostfriesischen Inseln zu erkunden. Schon als Jugendlicher hat er mit Leidenschaft geschrieben und gezeichnet. Die Ergebnisse hat er stets am Ende eines Jahres kopiert, gebunden und als Weihnachtsgeschenke unter die Verwandten gebracht. Er hat schon für den BLITZ-Verlag geschrieben und veröffentlicht aktuell Thriller und Krimis in seinem eigenen Namen.

Sein Ostfriesenkrimi "Friesenkunst" gewann beim e-ditio Indipendent Publishing Award 2016 den zweiten Platz.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "Perfect Ways" hat uns Stefan Wollschläger einen super Thriller beschert. Das Cover ist sehr hell gehalten außer der Buchtitel und das Auto diese beiden Akzente sind in rot gehalten und fallen dadurch sehr gut ins Auge.

In diesem Buch begleiten wir Thomas und Nayeli auf einem Wochenendausflug nach Tessin. Nayeli hat sich den Fuß verletzt und soll sich ein wenig ablenken, da kommt es den beiden nur zu gelegen das Thomas sein Freund Kristian ihnen einen super Sportwagen und die Villa in Tessin anbietet. Nur was er damit eigentlich bezweckt erfährt man erst viel später....

Thomas ist ein erfolgreicher Unternehmer, deri die Firma seines Vaters weiterführt. Geld scheint für ihn kein Thema zu sein und es fehlt ihm an nichts. Im Verlauf des Buches beweist er relativ viel Mut, vorallem auch weil er seinem Freund Kristian helfen will. Er stolpert eigentlich nur in dieses Abenteuer, weil er zu gutgläubig und vertrauenswürdig seinem Freund gegenüber ist. Clever ist er aber auch das sieht man daran das er sich an vieles erinnern kann und es dadurch sogar schafft den Safe von Kristian zu knacken. Mir ist er aber sehr sympathisch gewesen.

Nayeli ist eine Tänzerin und die Freundin von Thomas. Sie hat sich den Fuß verletzt und ist deshalb ein wenig gehandicapt. Sie ist aber immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nicht nur das sie aber auch durch ihre Neugier sich in Gefahr bringt, nein durch ihren Mut rettet sie auch Thomas das Leben.

Kristian war mir von Anfang an nicht sehr sympathisch. Der Mordanschlag war ja nicht mal ebenso. Er soll zwar Sympathie rüber bringen durch das anscheinend selbstlose überlassen des Autos und der Villa, aber er verfolgt auch da nur einen perfiden Plan und nutzt seinen Freund Thomas aus. Er ist in meinen  Augen hinterhältig und versucht aus allem nur seinen Nutzen zu ziehen. Nur leider geht dieser Plan diesmal nicht auf.

Auch alle anderen Charaktere die im Buch noch auftreten sind meiner Meinung nach ausreichend beschrieben und passten sich super in die Geschichte ein. Die Nebenpersonen hatten auch nicht sehr viel Tiefe, da die Rollen nicht entscheidend wichtig waren und das störte mich auch nicht weiter.

Die Handlungsorte waren alle ausreichend gut beschrieben und ich  konnte mir immer ein passendes Bild  vor mein inneres Auge zaubern. Auch wenn ich nicht die Gegenden kenne in denen die Geschichte spielt, so fand ich die Gegebenheiten doch sehr schön und ausreichend beschrieben.

Der Schreibstil von Stefan Wollschläger ist sehr schön, das Buch lässt sich sehr gut lesen und das liegt auch an dem einfachen Schreibstil und den kurzen Kapiteln. Ich fand es sehr entspannend zu lesen. Der Spannungsbogen hat sich sehr schön aufgebaut und ist auch nicht mehr abgefallen während der Geschichte.

Diesen Thriller kann ich jedem empfehlen der etwas kurzes für zwischendurch mal braucht in dem es um Macht, Geld und schnelle Autos geht.

Amazonlink :

Perfect Ways von Stefan Wollschläger

Bewertung :

Dieser Thriller bekommt von mir rasante 4 von 5 Sternen

Rezension zu "1001 Angst" von Lily Konrad



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 13.10.2014
Verlag : Titus Verlag
Seiten : 141
Preis Print : 7,90 €

Klappentext :

Bislang hat die junge Lina ein ganz normales Leben geführt. Doch nun wird sie in einem dunklen Kellerraum gefangen gehalten, gequält, erniedrigt und auf bestialische Weise misshandelt. Wie ist Lina in diesen Keller geraten? Wer ist Sosso? Und was kann ihr neuer Freund Jimmy für Lina tun?
Ein spannender Thriller der Autorin Lily Konrad, die Einfühlungsvermögen sowohl für das Opfer als auch in die Täterrolle beweist.

Zur Autorin : 

Schon als Kind liebte Lily Geschichten - die aus Büchern genauso wie die selbst ausgedachten. Ihre ersten "Werke" waren in Schulhefte geschriebene Indianergeschichten, die sie mit Bildern von Karl-May-Verfilmungen illustrierte.
2002 begann sie, Romane zu schreiben, zunächst allerdings nur für ein paar interessierte Testleser. Ihr Debüt "Staub von den Sternen" erschien erst gut 10 Jahre später.
In ihren Büchern schreibt Lily vor allem über die Gefühle und Handlungsmotive ihrer Protagonisten. Es ist ihr wichtig, ihren Lesern die handelnden Personen nahe zu bringen, die Charaktere lebensecht und durchschaubar zu machen. Für sie sind Bücher vergleichbar mit Musik: Die geschriebenen Worte sind wie Noten auf dem Papier. Erst wenn die Melodie erklingt, wenn die Geschichte in der Vorstellung des Lesers Formen annimmt, sind die Noten oder Worte zum Leben erwacht und haben ihr Ziel erreicht.
Lily lebt mit ihrer Familie in ihrer Wahlheimat Butzbach, einem kleinen Städtchen nördlich von Frankfurt. Außer Schreiben und Lesen sind ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen Stricken von selbst erdachten Motiven, Wandern und Reisen. Sie ist mit Vorliebe am, im oder auf dem Meer, was vielleicht mit ihrem Sternzeichen (Fische) zusammenhängt.
Mehr über Lily Konrad und ihre Bücher ist auf ihrer Homepage http://www.lily-konrad.de/ nachzulesen. Auch freut sie sich sehr über Kontakte via Facebook unter https://de-de.facebook.com/lilykonrad. 
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Buch "1001 Angst" hat uns Lily Konrad einen sehr interessanten Thriller aus der Sicht des Opfers und des Täters beschert. Wir dürfen in die Psyche von beiden blicken und dieses finde ich zum Teil sehr erschreckend. Das Cover ist schon ein Blickfang, nicht nue weil es in rot gehalten ist, sondern auch dadurch das der Mund garnicht existiert und dafür der Buchname dort steht.

In dem Buch begleiten wir Josef der schon in seiner Kindheit einiges auf dem Kerbholz hat. Nun entführt er Lina um sie nur für sich zu haben. Wir lernen beide Seiten dieser Gefangenschaft kennen, was schon sehr interessant ist. Aber wird Lina entkommen können und was hat sich während ihrer Gefangenschaft geändert ?

Josef ist in diesem Buch unser Täter, er ist schon in seiner Kindheit kein Unschuldslamm. Erst erpresst er Schwächere, was sehr gut klappt weil viele Angst vor ihm haben und dann begeht er Vergewaltigungen an einer Erzieherin im Heim und kommt auch damit davon, weil er alles genau plant. Im jungen Alter noch nicht so wie bei der Entführung von Lina, aber immer so gut das man  ihm nicht nachweisen kann. Bei der Entführung von Lina plant er alles sehr akribisch, was sich ja auch bezahlt macht, den man kommt ihm ja nicht auf die Schliche. Seine starke Neigung zum SM lernt er erst in späteren Jahren kennen und nachdem man ihm nicht in den Klub aufnehmen wollte, beschließt er sich seine eigene Sklavin zu halten, der Entschluß zur Entführung von Lina ist gefasst.
Josef ist kein dummer, das muss man echt sagen, denn er hat anscheinend ein sehr hohes Wissen, was man daran erkennt wie genau er alles plant. Schallschutz im Keller, zweite Wand mauern, keine losen Gegenstände im Keller, alles mehrmals gesichert. Auch bei dem Einbruch in den Klub hat er die Alarmanlage zum Teil lahmgelegt und er ist sehr darauf bedacht keine Spuren zu hinterlassen, er benutzt wohl immer Einweghandschuhe und Schuhüberzieher. Man könnte noch viele Dinge aufzählen was unterstreicht das Josef kein Dummer ist. Schade das er auf die schiefe Bahn gerät.

Lina, sie ist ein Einzelkind und Krankenschwester und in diesem Buch unser Opfer. Immer in Eile weil sie spät dran ist und das ist leider ihr Verhängnis. Als sie mal wieder zu spät dran ist und sich in der Tankstelle vordrängelt fällt sie Josef auf und er bestimmt sie zu seiner Sklavin. Sie ist anscheinend eine hübsche junge Frau, die nur leider keine Kinder bekommen kann und deshalb auch Streit mit ihrem Freund hat. Durch ihre ständige Hetze, weil sie zu spät dran ist, nimmt sie natürlich nicht ihre Umgebung war und so ist es ein leichtes für Josef sie zu beobachten. Nach ihrer Entführung geht es mir ein wenig schnell das ihr Willen gebrochen wurde, aber das mag ja auch in so einer Extremsituation möglich sein. Sie unterwirft sich Josef (oder auch Sosso, so soll Lina ihn nennen), aber egal was sie auch tut sie macht es ihm nicht recht und wird bestraft. Man merkt das sie ihn auch sehr ausgeliefert ist und das sie nicht möchte das er ihr überdrüssig wird und versucht so oft wie möglich die Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen, auch wenn es in Bestrafung endet. Lina ist zum Ende ein gebrochener Mensch und ob sich das jemals wieder richten lässt wage ich zu bezweifeln.

Da hier  im Buch nur am Rande noch ein paar Charaktere erscheinen kann ich nicht viel zu ihnen sagen, denn sie spielen keine wirkliche Rolle. Wenn da noch jemand war, war er ausreichend für seinen Auftritt beschrieben und passte sich gut in die Geschichte ein. Ein tieferer Hintergrung als zu Josef und Lina war nicht wirklich gegeben.

Die Handlungsorte von denen es ja nicht viele gab, waren alle sehr gut beschrieben und ich hatte dort immer ein passendes Bild vor Augen. Der Keller war ja besonders beschrieben, leider hatte ich das Gefühl das die Details aus dem Keller öfter beschrieben wurden, warum auch immer. Die Entstehung war schon interessant vorallem die akrischen Details die Josef einfließen ließ. Auch die Beschaffung der Accessoires war schon recht interessant, denn so hat Josef noch seine Rache genommen.

Der Schreibstil von Lily Konrad ist sehr schön, das Buch lässt sich in einem weglesen. Es ist nicht kompliziert geschrieben. Auf lange Schachtelsätze wurde ebenfalls verzichtet, wie auf lange Kapitel. Die Kapitel sind kurz und knackig und man kann mal schnell ein Kapitel lesen. Das einzige was mich Anfangs ein wenig gestört hat sind die extremen Zeitsprünge in die Kindheit und dann wieder zu Lina etc. Da musste ich mich erst ein wenig reinfinden, was aber auch recht schnell ging. Als dann nur noch die zwei Stränge mit Keller (Lina) und die Entführungsplanung (Josef) war, fand ich mich super zu recht und der Lesefluss war dann für mich flüssiger. Die Spannung steigert sich bis zum Showdown am Schluß stetig und reist meiner Meinung nach nicht ab, obwohl mir einige Szenen als Seitenfüller erschienen, da diese aber nicht zu lang waren, fiel das nicht besonders ins Gewicht.

Ich vergebe für das Buch 4 von 5 Sternen, weil ich der Meinung bin das es etwas mehr ausgebaut werden könnte. Die Psyche des Opfers und auch des Täters hätte ich mir etwas mehr ausgeprägt gewünscht. Ich hätte gerne mehr erfahren wie die Gedankengänge während oder auch nach der Bestarfung gewesen sind. Hat Josef vorher noch geübt mit den Geräten umzugehen etc. oder war Lina sofort sein Versuchskaninchen ? Ja er war im Klub aber doch nicht oft. Mir sind ein paar Fragen offen geblieben die ich noch gerne geklärt bekommen hätte. Aber alles in allem ist es ein sehr interessantes Buch, welches uns Lily Konrad da gezaubert hat.

Ich kann dieses Buch allen nur empfehlen, die gerne mal in die Psyche von Täter und Opfer abtauchen wollen.

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1001 Angst von Lily Konrad

Bewertung :

Dieser Thriller bekommt von mir spannende 
4 von 5 Sterne.

Donnerstag, 1. September 2016

Im Schatten der goldenen Akazie







Buchdaten:

Erscheinungsdatum: 15.08.2016
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 440
Preis Taschenbuch: 10,99 €


Klapptext:

Erinnerungen bleiben, aber der Schmerz verweht mit dem Wind … Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen.


Zum Autor: 

Christiane Lind wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie mit einem Ehemann und fünf Macho-Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich zur Jahrtausendwende selbstständig machte.
Christiane Lind war schon immer eine Leseratte, aber den Wechsel auf die Seite der Autorin hat sie ebenfalls mit dem Millenium vollzogen.
Mehr Informationen zur Autorin auf christianelind.de oder auf www.lauraantoni.de. (Quelle Amazon.de)


Rezension:

Im Schatten der goldenen Akazie ist eine Famlilensage, die sich auf zwei Zeitebenen abspielt. Zum einen in Australien um 1890 und Hannover/Australien 2016.
Es geht um jeweils zwei Schwesternpaare, die die Hauptcharaktere in diesem Buch bilden. Cathrine und Victoria 1890 und Franziska und Alina 2016.

Franziska macht gerade ihr Abitur und lernt dafür unermüdlich, als ihre Mutter ihr offenbart, dass sie nach dem Abi gern mit ihr nach Australien reisen möchte, ist sie erst so gar nicht begeistert, lieber würde sie nach Amerika.
Ihre Mutter berichtet ihr von einem Brief, den sie bekommen hat von einer Verwandten, die sie nach Brisbane eingeladen hat. Und ab hier nimmt die Geschichte eine völlig neue Wendung.
Als die Eltern bei einem tragischen Unfall ums Leben kommen, ist Franziska für ihre jüngere Schwester verantwortlich. Sie bricht daruafhin ihre Träume ab und sucht sich eine Arbeit, um ihrer Schwester das Abitur zu ermöglichen.

Ähnlich ergeht es auch den Schwestern um 1890, als ihre Mutter dem Tode nah ist, machen sie sich auf den Weg zur Heilerin Burilda, eine weise Aboriginie, die, wie die beiden Mädchen hoffen, ihrer Mutter helfen könnte.
An dieser Stelle muss ich sagen, konnte sie nicht, doch damit nicht genug, denn jetzt fängt es erst richtig an. Victoria hat keinen guten Stand be ihrem Vater und wird auch dementsprechend behandelt, doch ihre Schwester Cathrine hält zu ihr.
Bis die Sache mit den Männern beginnt.

Franzi erwischt ihre Schwester mit ihrem Freund Julian. Natürlich kann sie das nicht einfach so hinnehmen, wer würde das schon. Und so beschließt Franzi nach Australien zu reisen, denn dadurch, dass sie diese Reise mit ihrer Mutter nie machen konnte nutzt sie die Chance, um dem Brief und sein Geheimnis zu Lüften.
Und ab hier und etwas später vermischen sich eigentlich die beiden Zeiten, natürlich nicht wirklich, denn das Buch ist wirklich wunderbar unterteilt und man kann sich sehr gut in die jeweilige Zeit einlesen, ohne dass man je den Überblick verliert.
Franziska ging mir zwar stellenweise auf den Keks mit ihrer, ja wie soll ich sagen, Sturheit, ebenso wie Cathrine mit ihrer Naivität, aber im Großen und ganzen lernt man die beiden zu verstehen und irgendwie auch zu mögen.

Weiter möchte ich auch gar nicht ins Detail gehen, denn ihr sollt selbst den Spuren, des Briefes, Australien und Familiengeschichte nachgehen, ihr werdet es nicht bereuen.
Eine Geschichte, um Familie, Verrat, Liebe und Zusammenhalt
Abschließend kann ich wirklich sagen, dass dieses Buch wikrlich für jeden was ist, der eine Mischung aus Abenteuer, Historisch, dem Hier und Jetzt und natürlich Romantik liebt.
 


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Im Schatten der goldenen Akazie von Christiane Lind 


Bewertung:
  
Dieses tolle Buch bekommt von mir
5 von 5 Sternen .