Sonntag, 19. März 2017

Rezension zu "Zwei Sekunden" von Christian v. Ditfurth



Buchdaten :

Erscheinungsdatum : 08.08.2016
Verlag :  carl's books
Seiten : 460
Preis Print : 14,99 €

Klappentext :

Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken – doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunkeln. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse. Der Druck wächst. Widerwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eugen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allem in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein könnten. Doch um sie zu entlarven, muss er mehr einsetzen, als ihm lieb ist: das eigene Leben.

Zum Autor :

Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Neben Sachbüchern und Thrillern hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Zuletzt erschien der Thriller Heldenfabrik, der erste Fall für Kommissar de Bodt.
(Quelle Amazon)

Rezension :

Mit dem Thriller "Zwei Sekunden" hat uns Christian v. Ditfurth einen wirklich spannenden Roman mit politischen Hintergrund beschert. Das Cover ist sehr dunkel gehalten und der Titel sticht gläzend in einem Blau hervor, sehr gut gefällt mir auch die Jalousie die leicht geöffnet  ist und dahinter sieht man noch Rauch und Feuer. Es hat auf alle Fälle meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

In dem Buch begleiten wie De Bodt und seine beiden Kollegen Salinger und Yussuf dabei einen Anschlag auf die Kanzlerin und den russischen Prasidenten zu untersuchen. Dabei kommt es natürlich zu Konflikten mit der Taskforce für diesen Fall. De Bodt ist denen immer mindestens eine Nasenlänge voraus.

De Bodt ist ein Kommissar der aus Hamburg nach Berlin versetzt wurde. Seine Ehe ist kaputt und seinen zwei Töchtern war er nie ein richtiger Vater, da er von seinem Vater auch nie wirklich liebe bekommen hat. Er hat anscheinend Philosophie studiert und ist auch weit bekannt dafür das er sehr unkonventionelle Ermittlungsmethoden hat, Dieses führt dazu das er von vielen Kollegen nicht gerade gemocht wird und den meisten ein Dorn im Auge ist.

Merkow ist russischer Agent und eigentlich soll er die Deutschen unterstützen, aber eigentlich nutzt er die Taskforce nur um an Informationen zu kommen. Er merkt schnell das wenn dann etwas von De Bodt zu erwarten ist, aber der arbeitet mit seinem Team ja einzeln und nicht in der Taskforce. Merkow ist ein alter Hase in seinem Job und er macht ihn gut. Als Kämpfer ausgebildet ist er auch noch in vordersten Front dabei. Er wird sogar von De Bodt akzeptiert und ich denke auch mal geschätzt. Auch wenn für ihn die Sache eigentlich abgeschloßen ist, sieht er es als selbstverständlich sich nochmals in Gefahr zu begeben um De Bodt das Leben zu retten. DesWeiteren zeichnet er sich durch seine schnelle Schlußfolgerung und auch seine Cleverness aus .

Auch alle anderen Charaktere, die hier aufzuzählen würde zu lange dauern, waren einfach passend für die Geschichte. Einige kamen sehr witzig (z.B. Yussuf) oder auch sehr eifersüchtig ( z.B. Krüger) rüber, aber das machte das lesen echt zum Vergnügen. Für mich waren alle Personen gut beschrieben, auch die Eingreiftruppe zum Schluß die nur kurz auftrat war trotzdem kurz beschrieben. Ich hatte genug Hintergrundwissen für jede Person und das gefiel mir.

Die Handlungsorte waren manchmal schnell wechselnd und da muss ich sagen war es manchmal etwas verwirrend für mich. Ich konnte mir öfters nur schwammig vorstellen wie es dort aussah. Eigentlich schade.

Der Schreibstil des Autors gefiel mir widerum gut und ich kam gut damit zu recht. Die Handlungsstränge oder auch Orte wurden immer durch Kapitel getrennt, was zwar manchmal sehr kurze Kapitel zur Folge hatte, aber widerum animierte das zum immer weiterlesen. Auch toll fand ich die Zitate von De Bodt, wo wir auch immer erfahren haben von wem diese waren. Oftmals waren diese wirklich passend und haben die Situation entsprechend bereichert. Die Spannung im Buch war immer auf einem sehr hohen Niveau, welches sich im letzten Viertel nochmals steigerte.

Ich kann diesen Thriller allen empfehlen, die ein Fan von politischen Thrillern sind. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie das alles bei den Russen sehr glatt ging, gefiel mir dieses Buch wirklich gut.

Amazonlink :

Zwei Sekunden von Christian v. Ditfurth

Bewertung :

Dieser Ploitische Thriller erhält von mir spannende 
4 von 5 Sternen